60 Jahre
Caritas in Pirna
Die verbandsmäßige Caritasarbeit im damaligen
Archipresbyterat Pirna wurde am 01.06.1951 gegründet. Seit 1996
heißt es Caritasverband für Dresden e.V.
Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat die
Dienststelle im Laufe der Zeit gesehen. Immer wieder war eine Anpassung
an die Nöte der Zeit gefragt. War zuerst die
Nachkriegsnot zu bewältigen, indem die Grundbedürfnisse wie die Bereitstellung
von Kleidung und Wohnung, besonders für die unzähligen
Flüchtlinge, im Vordergrund stand, änderte sich später der Schwerpunkt.
Die Arbeit mit Familien, die für ihre Probleme auf Hilfe
angewiesen waren, rückte in den Vordergrund. Auch die Arbeit
mit Senioren war immer ein Schwerpunkt. Es wurden in den
Caritasheimen Seniorenfreizeiten angeboten oder selbst gestaltet.
Dazu konnten die Erholungsheime der Caritas im Bistum gut
genutzt werden, aber auch zur Erholung von Erwachsenen, psychisch erkrankten
Menschen, Schul- und Vorschulkindern: Immer war ein christlicher Bezug
vorhanden, auch wenn dieser nicht die Bedingung für die Teilnahme war.
Manche Probleme in den Familien entstanden durch die
Arbeitswelt beider Elternteile. Schlüsselkinder wurden die Kinder dieser
Familien genannt. Erinnert sei nur an die Berufstätigkeit der Frauen in der DDR
von gut 95% und dass viele in einem Mehrschichtsystem arbeiteten.
Viele Jahre war das Caritas-Sekretariat – dieser
Name hatte sich eingebürgert - mit einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter
besetzt. Unbedingt
zu erwähnen ist, dass mit dem Aufkommen der Frohen
Herrgottstunden 1972 Kindergärtnerinnen, die in Erfurt oder Michendorf bei
Potsdam ausgebildet wurden, dem Caritas-Sekretariat angeschlossen wurden. Auch hier
im ehemaligen Dekanat Pirna wurde diese Arbeit aufgebaut und in
enger Zusammenarbeit mit den Pfarreien war ein
segensreiches Wirken zu verzeichnen. Einen Tag in der Woche fand in den
Gemeinden eine
religiöse Unterweisung für die Vorschulkinder statt. Die
meisten der ehemaligen Mitarbeiter vor der Wende absolvierten eine Ausbildung
in einem kirchlichen Institut, der keinen staatlichen Abschluss beinhaltete. Das
änderte sich mit der Wiedervereinigung Deutschlands. Den ehemaligen Absolventen
von kirchlichen Seminaren wurde eine staatliche Anerkennung nachgereicht.
Die gegenwärtige Arbeit konzentriert sich auf die
Allgemeine Soziale Beratung, Migrationsarbeit, Mutter-Kind-Kuren sowie die
Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. 11 Mitarbeiter beschäftigt der
Caritasverband in der Dienststelle Pirna Dr.-W.-Külz.-Str. 1a. Eine
Caritas-Sozialstation mit 16 Mitarbeitern besteht seit 1990 und sie befindet
sich in Pirna, Robert-Koch- Str.1. Gemeinsam mit der Sozialstation und dem
Caritasheim St. Ursula in Naundorf ist nun auf ein 60jährigesn Bestehen zu
verweisen und auch festlich zu begehen. Aus terminlichen Gründen werden wir die
Feier auf den 16.09.2011 verlegen. Den Tag wollen wir mit einem
Gemeindegottesdienst und einer Feierstunde begehen.
Gemeinsam wissen wir aber auch, dass Anstrengungen
notwendig sind, um auch in Zukunft zu bestehen.